Sitzung beim OB endet im Eklat -Bislang keine Konzession für Seeterrasse
Für den Betreiber der Seeterrasse am Lankower Südufer, den Hamburger Unternehmer Hermann-Josef Kröger, gab es nicht einmal ein Glas Wasser. Obwohl der amtierende OB Dr. Friedersdorff (Die Linke) gleich zu Beginn erklärte, der Betrieb der Seeterrasse sei erwünscht, waren keine Fortschritte machbar. Dafür wurde der Betreiber durch Dr. Reinkober, den Leiter des Baureferates, schwer beschuldigt. Diese Verunglimpfung wurde durch Dr. Friedersdorff übernommen und führte zum Eklat. Eine sachliche Lösung liegt damit außer Reichweite. Offensichtlich will die Stadtverwaltung keinen Bescheid erteilen, weder ablehnend noch zustimmend, sondern setzt weiterhin auf Verschleppung und Verhinderung.
Wie auch schon der Stadtwerkechef wurden nun der Baureferatsleiter und der amtierende OB vom Betreiber abgemahnt. Da die Herren die Verunglimpfung bislang nicht unter Beweis gestellt haben, wird eine kostenbewährte Unterlassungserklärung ergehen. Damit ist die Verhinderung der Seeterrasse und die Schaffung von ca. 30 Arbeitsplätzen auf einem neuen Tiefpunkt angelangt.
Seit mehr als 5 Jahren versucht der Betreiber für die Seeterrasse eine Konzession zu erlangen und erhob vor 6 Wochen eine Untätigkeitsklage. Daraufhin bot die Stadtverwaltung ein halbstündiges Gespräch an.
Die Konzession scheiterte bislang an den verschiedensten Hindernissen. So war es zunächst die vermutete Undichtigkeit der Sammelgrube, die vom Betreiber mit einem aufwendigen Gutachten widerlegt werden musste. Dann war es ein Asbestverdacht, der sich im zu betreibenden Bereich nach einem aufwendigen Verfahren ebenfalls nicht bestätigte, jedoch zu einer einjährigen Stilllegung führte. Danach war die Trinkwasserversorgung ein Problem, die der Betreiber kurzerhand auf eine Eigenversorgung umstellte. Dann wurde die Gasversorgung ein Problem, auf die der Betreiber kurzerhand verzichtete. Daraufhin wurde die moderne Pelletheizung ein Problem, die der Bezirksschornsteinfeger Seite 2 zur Pressemitteilung vom 30.09.2008 ablehnte. Nachdem der Bezirksschornsteinfeger verstorben war, konnte über den Widerspruch aufgrund einer fehlenden Widerspruchsinstanz bislang nicht entschieden werden. Auch die Unterversorgung mit Strom wurde zum Problem, da die Stadtwerke den Hausanschluss über Jahre bis heute nicht genehmigen. Die Versorgungslücke wird vom Betreiber jeweils mit einem großen Stromaggregat überbrückt. Dann wurde dem Betreiber unterstellt, eine Baugenehmigung beantragen zu müssen. Da jedoch ausschließlich der seit mehr als 30 Jahren vorhandene Bestand betrieben wird, muss die Stadt zwangsläufig auf diese Forderung verzichten. Sogar die Feuerlöscher wurden nach einer verdeckten Brandschau durch die Berufsfeuerwehr ohne Wissen des Betreibers zu einem Problem, da einige überflüssige und nicht erforderliche Handfeuerlöscher älter als 2 Jahre waren.
In dem Gespräch beim amtierenden OB wurden die fehlende Abnahme des Bezirksschornsteinfegers, fehlende Toiletten für die Terrasse und eine extreme Lärmbegrenzung zur Bedingung für eine Konzession gemacht. Diese Bedingungen hält der Rechtsbeistand des Betreibers, Prof. Dr. von Wilcke, für unhaltbar. Diese Forderungen würden die Stadtverwaltung keinesfalls von der Erstellung eines Bescheides entbinden, so der Rechtsbeistand.
Nachdem sich zunächst die Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadtversammlung, Frau Schwesig, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag Dr. Jäger, Wirtschaftsminister Seidel und Bauminister Dr. Ebnet persönlich eingeschaltet und ihre Unterstützung für die Seeterrasse zugesichert haben, wurde in der letzten Woche eine neue elektrische Versorgungsleitung für die Seeterrasse verlegt. Jetzt hat der Betreiber Hoffnung, dass der beantragte Hausanschluss von den Stadtwerken genehmigt werden kann.
Bis zu einer Konzessionserteilung wird die voll funktionstüchtige Seeterrasse in herrlicher Lage mit einem vielfach gelobten Ambiente geschlossenen Gesellschaften unter dem Motto "Feste Feiern und ein leckeres Bierchen trinken" zur Verfügung gestellt.
Der Betreiber hat die Gründung eines Vereins "Rettet die Seeterrasse" angekündigt, um die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken. Wer Interesse hat und sich als Fördermitglied engagieren und zudem exklusive Informationen und Vorteile sichern will, möge sich per E-Mail an info@seeterrasse-schwerin.de wenden.
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Hermann-Josef Kröger
PrivatBrauerei Seeterrasse
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